Auf einen Kaffee… mit Carolin Schröter>

Veränderungen können Herausforderungen und Chancen zugleich sein. Warum ist es so entscheidend, sowohl für Individuen als auch für Organisationen, sich mit Veränderung und Anpassungsfähigkeit zu befassen? Die Antwort liegt in der wachsenden Notwendigkeit, in einer schnelllebigen und technologiegetriebenen Welt Schritt zu halten. Wie gehen Unternehmen mit den Herausforderungen des digitalen Zeitalters um? Wie können Mitarbeitende motiviert und befähigt werden, sich Veränderungen nicht nur zu stellen, sondern sie aktiv zu gestalten und zu nutzen?

Mike Wagner (Geschäftsführer) im Gespräch mit Carolin Schröter (Change Management Consultant​).

Ich habe Carolin bei einem gemeinsamen Kaffee fünf Fragen zu ihrem Aufgabengebiet des Change Managements gestellt:

Was begeistert Dich persönlich an Change & Adoption?

In Change & Adoption habe ich tatsächlich mein Herzensthema gefunden. Deshalb weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, wenn ich davon erzähle, was mich begeistert.

Ich halte das ganze Thema “Change & Adoption” nicht nur für sehr sinnvoll, sondern für zwingend erforderlich, wenn man in der heutigen Welt als Unternehmen erfolgreich und als Mensch zufrieden sein will.

Bei Unternehmen kann ich mich sehr dafür begeistern, zu sehen, wie die gewünschte Veränderung in der Organisation stattfindet. Auch wenn ich nicht denke, dass Veränderungen gezielt durchgesetzt werden können, bin ich durchaus davon überzeugt, dass eine positive Einflussnahme möglich ist. So habe ich schon häufig festgestellt, wie Unternehmen mithilfe unserer professionellen Unterstützung in kurzer Zeit außergewöhnliche Veränderungen erzielen.

Bei den einzelnen Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, kann ich mich sehr dafür begeistern, ihnen das (Arbeits-)leben zu erleichtern. Natürlich einerseits mit der neuen Technik, die bereitgestellt wird, andererseits aber auch durch die allgemeine Veränderungskompetenz, die wir in unseren Projekten ebenfalls fördern. Dadurch lernen Menschen langfristig, besser mit Veränderungen zurechtzukommen. Und ich freue mich, wenn ich merke, dass unsere Arbeit anderen Menschen weiterhilft.

Warum entscheiden sich unsere Kunden für eine Begleitung ihrer Projekte durch gezieltes Change Management?

Ich denke, unsere Kunden entscheiden sich für eine Begleitung ihrer Projekte durch gezieltes Change Management, weil es klug ist, genau das zu tun. Die Welt verändert sich, immer und immer schneller und – ich überspitze jetzt bewusst – es grenzt schon fast an Blauäugigkeit zu denken, dass die heutige Veränderungsgeschwindigkeit in allen Fällen mit eigenen Mitteln bewältigt werden kann.

Oft beruht die Entscheidung, uns mit ins Boot zu holen, auf der Erkenntnis, dass Veränderungen die Menschen betreffen (wie die Einführung einer neuen Software) nur dann erfolgreich sein können, wenn eben diese Menschen mitmachen. Und ich denke, genau das ist der Kern des Ganzen.

Was genau am Ende ausschlaggebend ist, Projekte durch gezieltes Change Management zu begleiten, ist dann unterschiedlich. Viele wollen sicherstellen, dass sich die technische Investition durch eine entsprechende Adaption durch die Nutzenden rentiert. Andere wiederum wollen sicherstellen, dass das Betriebsklima keinen Schaden durch die Veränderung nimmt. Die Argumente, Projekte durch gezieltes Change Management zu begleiten, sind vielfältig.

Was zeichnet die Zusammenarbeit in Deinem Team besonders aus?

Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, das Vertrauen und die gegenseitige Unterstützung.

Ich weiß immer zu 100%, dass ich mich auf das Team verlassen kann. Bei uns gibt es kein Ausruhen auf dem Rücken der anderen Teammitglieder, sondern wir alle leisten unseren Beitrag und übernehmen die Verantwortung für das, was wir tun. Wenn es darauf ankommt, sind wir alle bereit, eine Extrastunde einzulegen – gleichzeitig weiß ich aber auch, dass immer Verständnis dafür vorhanden ist, wenn ein Teammitglied aus privaten, gesundheitlichen oder anderen Gründen mal nicht voll leistungsfähig ist.

Das Team besteht einfach aus guten Menschen, mit einem gesunden Wertesystem und einer positiven Arbeits- und Lebenseinstellung. Das habe ich in der Vergangenheit auch schon anders erlebt. Umso dankbarer bin ich dafür, ein Team zu haben, dem ich vertraue.

Wo geht Deiner Meinung nach die Reise mit Change & Adoption hin?

Es fällt mir schwer, wirklich einzuschätzen, wohin die Reise mit Change & Adoption, zumindest thematisch, geht. Ich denke aber, dass diese Reise nicht aufhören wird. Mittlerweile ist nahezu unstrittig, dass Veränderungen eher Regel als Ausnahme sind. Und die Aussicht ist, dass die Veränderungsgeschwindigkeit weiter zunimmt. Deshalb gehe ich davon aus, dass mit zunehmendem Veränderungsdruck auch das Bewusstsein des Managements und der Mitarbeitenden dafür steigt, dass Change Management keine “Nice to Have”, sondern ein “Must Have” ist. Eine Notwendigkeit, eine zwingende Kompetenz, um in einer modernen Arbeitswelt erfolgreich zu sein.

Abgesehen davon gibt es auf absehbare Zeit viel zu tun – der gesamte Bereich der Künstlichen Intelligenz steckt quasi noch in den Kinderschuhen und das Potenzial ist riesig. Es wird nicht aufhören und ich bin gespannt, was inhaltlich in den nächsten Jahren auf uns zukommt.

Welchen Tipp bzw. welchen Ratschlag möchtest Du Unternehmern mitgeben, die gerade eine Veränderung (wie etwa die Einführung von Microsoft 365) planen?

Macht es euch nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer. Change Management ist (zumindest theoretisch) kein Hexenwerk. Oft ist das Problem, dass die Tragweite der Veränderung falsch eingeschätzt wird. Die Maßnahmen, die eigentlich schon vor Beginn des Projektes hätten starten müssen, werden nachgeschoben, wenn festgestellt wird, dass irgendwas nicht so funktioniert wie geplant. Und das ist dann leider viel zu spät.

Deshalb empfehle ich immer, eine Veränderung (wie z. B. die Einführung einer neuen Software) sauber einzubetten und vermeintlich “nervige” und überflüssige Planungs- und Vorbereitungsschritte nicht zu übergehen. Der Zeitaufwand ist geringer als man häufig denkt. Oft ergibt sich daraus, dass Change Management zwar notwendig ist, aber mit einigen wenigen Maßnahmen umgesetzt werden kann.

Ich habe das Gefühl, dass insbesondere auf der Management-Ebene Sorge vor den Kosten eines professionellen Change Management besteht – oder zumindest keine Bereitschaft, Ressourcen für dieses Thema bereitzustellen. Das ist schon fast fahrlässig, verglichen mit den nahezu unüberschaubaren Kosten, die regelmäßig durch Projekte entstehen, die nicht nach Plan verlaufen oder durch Investitionen, die im Sande verlaufen, weil die Menschen ihre Arbeitsgewohnheiten nicht ändern.

Ich hoffe wirklich, dass irgendwann selbstverständlich wird, dass jede Veränderung, die Menschen betrifft, von Change Management begleitet wird.

Carolin, vielen Dank für Deine Ausführungen und für Deine Arbeit in diesem wichtigen Bereich – ihr sorgt dafür, dass unsere Kunden in ihren Veränderungsprozessen auf dem Weg der digitalen Transformation in guten Händen sind!

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